Donnerstag, 04.06.2015, Ausschnitte aus Blogs von Jessica
Als ich diesen einen Artikel neulich las, musste ich erst die Tränen runter in den Bauch drücken und dann dort das Wutknäuel entwirren. Anschließend wollte ich den Text hundertfach ausdrucken und bei Ärzten und in Krankenhäusern aufhängen.
Es geht darum, was man zu Menschen, die an Krebs erkrankt sind, besser nicht sagen sollte. Vieles davon habe ich selbst gehört. Zum Beispiel so was:
“Wir müssen schließlich alle irgendwann sterben.”Natürlich ist der Umgang mit so etwas Furchteinflößendem wie Krebs schwer und man ist unsicher, wie man reagieren soll. Man will den erkrankten Menschen unterstützen, Mitgefühl zeigen, demjenigen trotzdem nicht zu nahe treten. Das ist ein verbaler Drahtseilakt. Aber Sätze wie der obige oder “Du bist so tapfer” und “Irgendwo ist jemand viel schlimmer dran als du” (You don’t say) sind dabei ungefähr so hilfreich wie ein Fliegenfurz.
Aus eigener Erfahrung kann ich außerdem sagen: Nach überstandener Bestrahlungs- bzw. Chemotherapie beginnt erst der Teil mit der psychischen Verarbeitung und den empfand ich – wenn auch auf andere Weise – genauso hart.
Mein persönlicher Evergreen:
“Hast du keine Angst, dass es wiederkommt? Immerhin hattest du es schon mal.”Ich höre diese Frage immer wieder. Natürlich habe ich Angst, himalayaeske sogar. Aber es gelingt mir meist, sie zu verdrängen, sonst könnte ich auch kein halbwegs normales Leben führen. Und weißt du denn, was gerade jetzt in deinem Körper wächst? Eben.
Das ist NICHT. HILFREICH.
Ja. Auch mir gelingt es oft nicht, meine Anteilnahme so rüberzubringen, wie ich es gern würde. Die Autorin des Buzzfeed-Textes sagt aber, was ihrer Meinung nach gar nicht geht und gibt am Ende Tipps, wie man es besser machen kann.
Und dann habe ich die großartigen “Empathy Cards” der Künstlerin und Krebs-Überlebenden Emily McDowell entdeckt. Hier mein Lieblingsbeispiel:

Sie sagt: “Ich habe diese Karten für schwere Krankheiten entworfen, weil wir bessere, authentischere Arten brauchen, über Krankheit und Leid zu kommunizieren.” WORD!
Und falls dir absolut gar nicht einfällt, was du sagen kannst, dann sag’ genau das.
Das ist immerhin ehrlich. Und ein Anfang.
ElkeB.:Eigenartiges Thema werd mir das spaeter mal durch lesen .
Ich find die Frage nicht schlimm. Ob man nicht Angst haette ob es wieder zurueck kommt. Was man wissen will soll man erfragen.
Ich find die Frage nicht schlimm. Ob man nicht Angst haette ob es wieder zurueck kommt. Was man wissen will soll man erfragen.
von Rita Viua: Wenn
mir jemand sagt der Krebs kann aber wieder kommen dann antworte ich:
Ich kann auch heute noch vom Auto überfahren werden. Gehe ich deshalb
nicht aus dem Haus und warte dass ein Flugzeug auf das Haus stürzt?
Immer positiv durchs Leben gehen dann kommt es auch positiv. So wie bei
mir dass ich gesagt bekomme dass es eigentlich unmöglich ist ohne Milz
normale Blutwerte zu haben aber ich habe sie. ;-) Ein Wunder? Ich habe
viele Wunder erlebt in den letzten 9 Jahren und sie gehen sicher weiter.
Deshalb nur positiv denken es klappt.
Liebe Rita! Vielen Dank für Deine Worte. Ich finde es so prima, dass Du in den
letzen 9 Jahren viele Wunder erlebt hast. Auch ich habe seit dem
vergangenen Jahr schon einige kleine Wunder erlebt. Ich halte es auch so
wie Du mit dem positiven denken. Ich wünsche Dir und den anderen noch
einen schönen Tag. Ein lieben Gruß von Andrea
Elke Hirsch: Ich kann mich noch erinnern, daß bei meinem ersten Krebs
nach der 6. Chemo die Arzthelferin gesagt hat So das wars dann erst einmal..... War für mich auch nicht gerade so schön.
Und siehe da, sie hatte Recht. 4 Jahre später ging es dann weiter mit Lymphdrüsenkrebs.
Hajo Kreutz:
Es kommt nicht nur darauf an, die richtigen Bemerkungen zu machen, sondern darauf a k t i v zuzuhören; die Betonung liegt hier auf aktiv. Gerade dadurch lassen sich die "Fetteimer" vermeiden.
nach der 6. Chemo die Arzthelferin gesagt hat So das wars dann erst einmal..... War für mich auch nicht gerade so schön.
Und siehe da, sie hatte Recht. 4 Jahre später ging es dann weiter mit Lymphdrüsenkrebs.
Hajo Kreutz:
Es kommt nicht nur darauf an, die richtigen Bemerkungen zu machen, sondern darauf a k t i v zuzuhören; die Betonung liegt hier auf aktiv. Gerade dadurch lassen sich die "Fetteimer" vermeiden.
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