Dienstag, 10.05.2016, Onkologie und Maigedanken

Mein Leben mit Brustkrebs

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Gestern war es nun schon wieder soweit. Ich habe wieder die Zometainfusion bekommen. Ich saß dieses mal ganz alleine im Raum und konnte mich daher gut mit den Schwestern unterhalten. Als ich dort fasst fertig war, kam eine Schwester mit einer neuen Patientin hinein. Sie erklärte der Patientin sämtliche Geräte, wie Infusionsständer usw. Dann stellte sie mich ihr vor. Sie sagte auch, dass ich ein Buch geschrieben habe, über meine Ängste, Gedanken und Gefühle im Zusammenhang mit meiner Brustkrebserkrankung. Die Patientin fragte mich auch, ob ich alles gut vertrage. Ich erzählte ihr dann, dass ich alles gut vertrage. Sie lächelte mir zu und ich lächelte zurück. Sie fing auch etwas an zu weinen und mir kamen auch ein paar Tränen. Ich hätte sie gern etwas getröstet. Ich dachte gleich, dass sie erst noch am Anfang ihrer Chemotherapie steht. Das ist natürlich dann alles sehr schwer zu verarbeiten. So vieles strömt auf einen ein. Ich hatte damals auch eine Achterbahn meiner Gedanken und Gefühle erlebt. Ich wusste damals nicht, was alles auf mich zukommen würde. Aber heute kann ich wirklich sagen, dass es mir trotz der Behandlung mit Zometa ziemlich gut geht und ich sehr glücklich bin. Ich versuche daher auch den Anderen Mut zu machen. Auch wenn es zum Anfang immer nicht ganz einfach ist, die richtigen Worte zu finden. Aber wir Patienten machen uns immer ein wenig Mut und Hoffnung. Wir verabschiedeten uns dann noch und ich wünschte Ihr alles Gute. Aus vielen Begegnungen, die ich in der Onkologie hatte, sind viele Freundschaften geworden. Erst gestern war ich wieder zum Kaffee bei einer guten Freundin eingeladen. Auch unsere Sportgruppe: Sport zum Leben gibt mir sehr viel Kraft.

Auf der Rückfahrt hielt ich unterwegs an, um die Rapsfelder zu fotografieren. Ich finde das goldgelb der Rapsfelder einfach Klasse. Die Luft war auch so klar und schön.

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