Montag, 13.06.2016 , Großvaters letzter Brief

Mein Leben mit Brustkrebs

Link zu Buchhandel.de

 Dieses schöne Zitat hat ein Großvater an seine Enkelkinder geschrieben, bevor er kurz darauf starb. Es gefällt mir ganz besonders.
Mein liebes Kind, betrachte das Leben wie eine Schifffahrt auf hoher See, du gibst ein Ziel vor und beginnst die Fahrt. So manchen Sturm hast du zu überstehen und manchmal kommst du auch vom Kurs ab. Deine Mannschaft wird oft wechseln, einige begleiten dich aber auf vielen Fahrten. Du wirst viele Inseln entdecken, die vor dir nie jemand gesehen hat. Schaue stets voraus und beobachte, sei aufmerksam und achtsam..Wage auch Risiken, denn sonst erreichst du das Ziel, welches du anpeilst, nie. Jede Fahrt ist anders …jede etwas Besonderes.
Als James K. Flanagan seinen fünf Enkeln diesen Brief schrieb, konnte er nicht ahnen, welche Auswirkungen dieser Brief auf viele Menschen auf der ganzen Welt haben würde. Der Brief sollte ihnen Rat fürs Leben geben. Mittlerweile wurde der Brief in viele Sprachen übersetzt, Er weckt in uns das Sehnen nach einem Großvater, der uns und der Welt eine Lektion erteilt. James K. Flanagan schreibt über  Krieg, Liebe und Reisen. Er schreibt auch von Büchern. Quelle Ausschnitt aus Netzfrauen.org

Ich habe leider mein Großvater nie kennen gelernt. Er starb in dem Jahr als ich geboren wurde. Ich weiß aber, dass er sich noch sehr auf meine Ankunft gefreut hat. Auch wenn es keinen Brief an uns Enkel gegeben hat, glaube ich auch fest daran, dass seine Liebe auch an uns Enkel weiter gegeben wurde. Er war ein Gärtnermeister mit Leib und Seele. Er hat uns die Liebe zum Garten und den Blumen und der Erde mit auf den Weg gegeben.

Ich veröffentliche hier mal einen Ausschnitt aus einen Brief den der Großvater an seine 5 Enkel geschrieben hat. Dieser Artikel hat mich sehr berührt.

Großvaters letzter Brief

Lieber Ryan, Conor, Brendan, Charlie und liebe Mary Catherine,
meine kluge Tochter Rachel hat mich dazu gedrängt, euch ein paar Worte des Rats zu schreiben, über die wichtigen Dinge, die ich im Leben gelernt habe. Ich schreibe euch das am 8. April, am Abend meines 72. Geburtstags.
1. Jeder von euch ist ein wundervolles Geschenk Gottes an eure Familie und an die Welt. Denkt immer daran, besonders, wenn Zweifel und Entmutigung euch einholen.
2. Habt keine Angst. Vor nichts und niemandem, wenn es darum geht, euer Leben voll auszukosten. Folgt euren Hoffnungen und Träumen, egal wie unerreichbar oder seltsam sie euch erscheinen mögen. Viel zu viele Menschen tun nicht das, was sie wirklich wollen, weil sie sich davor fürchten, was andere dazu sagen könnten. Denkt daran: Wenn diese Menschen euch keine Hühnersuppe ans Bett bringen, wenn ihr krank seid oder euch beistehen, wenn ihr Probleme habt, dann spielen sie keine Rolle in eurem Leben. Meidet diese sauerlaunigen Pessimisten, die sich eure Träume anhören und sagen: „Ja, aber was, wenn…“ Zum Teufel mit „Was, wenn“! Tut es. Das Schlimmste im Leben ist, zurückzuschauen und zu sagen: „Ich hätte es getan, ich hätte es tun können, ich hätte es tun sollen.“ Geht Risiken ein, macht Fehler.
3. Alle anderen sind auch nur normale Menschen. Manche tragen schicke Hüte oder haben wichtige Titel oder sie haben (eine Zeit lang) Macht. Sie wollen, dass ihr sie für etwas Besseres haltet. Glaubt ihnen nicht. Sie haben die gleichen Zweifel, Ängste und Hoffnungen; sie essen, trinken, schlafen und furzen wie jeder andere. Hinterfragt Autoritäten immer, aber stellt euch dabei klug und vorsichtig an.
4. Macht eine Liste mit allen Dingen, die ihr in eurem Leben tun wollt: Reisen, eine besondere Fähigkeit lernen, jemand Besonderen treffen. Macht eine lange Liste und hakt jedes Jahr ein paar Punkte davon ab. Sagt nicht: „Das mache ich morgen“ (oder nächsten Monat oder nächstes Jahr). So werdet ihr es nie tun. Es gibt kein Morgen und die einzig richtige Zeit, etwas zu tun, ist jetzt.
5. Seid freundlich und bemüht euch nach Kräften, anderen Menschen zu helfen, besonders den Schwachen, den Ängstlichen und Kindern. Jeder trägt eine Sorge mit sich herum und diese Menschen brauchen euer Mitgefühl.
6. Tretet nicht dem Militär bei oder irgendeiner anderen Organisation, die zum Töten ausbildet. Krieg ist böse. Alle Kriege werden von alten Männern begonnen, die junge Männer dazu zwingen, einander zu hassen und umzubringen. Die alten Männer überleben und beenden den Krieg auf die gleiche Art, wie sie ihn begonnen haben: Mit Stift und Papier. So viele gute und unschuldige Menschen sterben. Wenn Kriege wirklich so nobel sind – warum stehen diese Führer, die Krieg beginnen, nicht selbst auf dem Schlachtfeld und kämpfen?
7. Lest Bücher, so viele ihr könnt. Sie sind eine Quelle der Freude, der Weisheit und der Inspiration. Sie brauchen keine Batterien und keine Internetverbindung und sie können euch überall hinbringen.
8. Seid wahrhaftig.
9. Macht Reisen: Immer, aber besonders, solange ihr jung seid. Wartet nicht, bis ihr genug Geld habt oder bis es gerade gut passt. Das passiert nie. Holt euch heute euren Reisepass.
10. Wählt euren Beruf, weil ihr ihn liebt. Sicher, manche Dinge werden hart sein, aber ein Beruf muss Freude machen. Nehmt niemals eine Arbeit nur wegen des Geldes an – das wird eure Seele verkrüppeln.
11. Schimpft nicht. Das führt nie zum Erfolg und es tut euch und anderen weh. Jedes Mal, wenn ich schimpfte, scheiterte ich.
12. Haltet immer die Versprechen, die ihr Kindern gebt. Sagt nicht: „mal sehen“, wenn ihr eigentlich „nein“ meint. Kinder erwarten die Wahrheit. Gebt sie ihnen – mit Liebe und Güte.
13. Sagt niemals jemandem, dass ihr ihn liebt, wenn ihr es nicht tut.
14. Lebt im Einklang mit der Natur, geht nach draußen, in den Wald, in die Berge, ans Meer, in die Wüste. Das ist wichtig für die Seele.
15. Umarmt die Menschen, die ihr liebt. Sagt Ihnen, wie viel sie euch bedeuten. Wartet nicht, bis es zu spät ist.
16. Seid dankbar. Es gibt ein Sprichwort: „Das ist ein Tag in unserem Leben und er wird nicht wieder kommen.“ Lebt jeden Tag mit diesem Gedanken.

Wunderbare Worte, die ein Großvater an seine Enkelkinder richten kann. Jeder von uns hinterlässt Spuren im Leben der Anderen. Wir müssen uns zu Lebzeiten bewusst machen, welche Spuren wir hinterlassen wollen.

Ich habe mir daher in meinen 2.Buch, da auch so etwas Gedanken darüber gemacht. 

0