Donnerstag, 04.10.2017, Reise in die Vergangenheit meines Vaters Teil 1

Ich vor der Kirche in Dünnow (VR Polen) wo mein Vater getauft wurde und meine Großeltern und Ureltern getraut wurden.
Mein Leben mit Brustkrebs
Am vergangen Wochenende hat mich unsere Tochter zu einer Reise in die Vergangenheit meines Vaters, meiner Urgrosseltern und Urahnen eingeladen. Ich bin Jenny sehr dankbar dafür, dass Sie mir diese Reise geschenkt hat. Es war ein unbeschreiblich schönes Wochenende, was ich so schnell nicht vergessen werde.

Diese Reise war unbeschreiblich schön. Wir fuhren nach Stolpmünde und besuchten von dort aus den Heimatort meines Vaters den Ort Horst, der heute Peplino heisst. Außerdem waren wir auch in Dünnow und besuchten hier die Kirche.

Wir fuhren dort mit dem Auto hin und gewannen einen guten Eindruck von dieser tollen Gegend. Das ehemalige Ostpreussen, Hinterpommern, war viele Jahre die Heimat meiner Eltern und Großeltern und meiner Vorfahren. Leider mussten Sie Ihre Heimat 1946 verlassen. Es wurde nie sehr viel über die Flucht und Vertreibung gesprochen. Und trotzdem bekomme ich einen Kloß im Hals, wenn ich daran denke, dass sie alles was sie hatten zurücklassen und sich eine neue Zukunft in der ehemaligen DDR aufbauen mussten.

Ich wollte schon immer viel über die Vergangenheit meiner Eltern, Grosseltern und Urahnen erfahren, wie sie so lebten. Deshalb war es ein langer, gehegter Wunsch von mir die Heimat meiner Eltern, Grosseltern und Urahnen zu besuchen. Diesen Wunsch hat mir unsere Tochter Jenny erfüllt.

Ich bekam Gänsehaut, als ich in die Alleeen der Umgebung hinein fuhr. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als ich das Ortsschild von Dünnow sah. Wir hielten dann auch sogleich dort an. In der Kirche war gerade ein Gottesdienst im Gange. Die Kirche war voll. Ich lauschte etwas den polnischen Worten und bekam wieder eine Gänsehaut und auch ein Glücksgefühl, diese Reise angetreten zu sein.

Kirche in Dünnow

Dann fuhren wir weiter nach Stolpmünde und checkten in unserer Hoterl: Lubicz Hotel **** Wellnis und Spa ein. in der Rezeption wurden wir sehr freundlich von einer jungen Dame willkommen geheissen. Es war gut, dass Jenny so gut Englisch sprechen konnte und so kam sie auf die Idee, sich von der jungen Frau an der Rezeption einen Zettel auf polnisch ausfüllen zu lassen, auf dem stand, weshalb wir gern das Haus meiner Großeltern in Peplino (Horst) ansehen wollten.  Dieser Zettel sollte uns noch sehr nützlich sein.

Wir fuhren dann gleich noch weiter nach Peplino. Unsere Neugier auf den Heimatort war einfach sehr groß, so das wir es kaum abwarten konnten.

Eine Woche bevor wir die Reise antraten erkundigte ich mich bei meinem Onkel aus Großbeeren nach der Wegbeschreibung zum Wohnhaus der Grosseltern. So waren wir doch etwas vorbereitet.
Horst (Hinterpommern) heute heisst der Ort Peplino

Wohnhaus meiner Großeltern und Vorfahren


Als wir dort vor der Scheune standen sahen wir eine Frau auf dem Hof herum laufen. Wir versuchten uns bemerkbar zu machen. Wir zeigten der Frau den Zettel und sie sagte uns oder gab uns zu verstehen, dass wir mit rein kommen können. Sie führte uns dann in die Küche, wo eine ganze Familie um den Tisch sass. Ein junger Mann konnte sogar etwas Deutsch. So war die Verständigung für uns einfacher. Wir fanden es super, dass wir von dieser Familie gleich in das Haus eingeladen wurden.

In der Küche, wo sogar noch die Fliesen aus der deutschen Zeit vorhanden waren. Ich bekam wieder einmal Gänsehaut.
Auf den Kacheln steht: Erst Probs, Dann Lobs.

Wir waren glücklich, dass uns diese Leute so einfach in ihre Küche ließen und uns alles zeigten.
Die Familie dort vor Ort, war sehr nett und freundlich zu uns. Wir trafen eine sehr große Herzlichkeit vor, die wir so gar nicht erwartet haben. Es waren ein paar wunderbare Minuten.

Die Familie war richtig herzlich und sass bei Kaffee und Keksen gemeinsam um den Tisch herum und erzählten mit uns und sagten, dass sie 1968 in dieses Haus gezogen sind. In dem Haus wohnen heute zwei Familien. Wir erlebten dort herrliche Minuten, die wir so schnell nicht vergessen werden. Wir spürten den großen Zusammenhalt, den es in dieser Familie gibt. 



Wir und die Familie, die jetzt in diesem Haus wohnt. Soviel Herzlichkeit haben wir so lange nicht mehr erlebt. Diese Leute dort sind sehr bescheiden und zu frieden. Sie strahlen sehr viel Ruhe aus. Wir kommen bestimmt im nächsten Jahr wieder.

Der Hof mit Scheune erinnert mich sehr an meine Kindheit auf dem Lande. Es ranten auch Gänse, Enten, Hühner, Katzen und auch 2 Hunde auf dem Hof rum. Alles ergab so ein friedliches Bild.

Das Wohnhaus von hinten. Es sieht so aus, als wenn in dem Anbau mal ein kleiner Backofen war.

Glücklich und zufrieden in der Heimat meines Vaters, meiner Großeltern und Vorfahren.

Fortsetzung folgt.




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